
Gemischkühler
Als Gemischkühler bezeichnet man im Allgemeinen ein Kühlsystem, welches beispielsweise mit Hilfe von Wasser oder Öl einen Körper kühlt. Diese Methode kommt bei der Temperaturregulierung von Motoren, Kraftwerken oder teilweise auch von Computern zum Einsatz.
Dabei wird der zu kühlende Körper von einem Kreislaufsystem, das mit Kühlwasser, Öl oder anderen chemischen Substanzen gefüllt ist, umschlossen. Durch eine Pumpe wird die Substanz in Bewegung gebracht und fließt erst um den Körper herum, wo sie Wärme aufnimmt. Anschließend wird die erhitze Substanz an einem Luftgebläse oder ähnlichem vorbeigeführt, wo sie sich wieder abkühlen kann, um danach wieder die Wärme des zu kühlenden Körpers aufzunehmen.
Gemischkühler in Verbrennungsmotoren
Verbrennungsmotoren werden bis auf wenige Ausnahmen (Motorrad-> Luftkühlung) mit Hilfe eines Gemischs aus Wasser und Frostschutzmittel gekühlt, wodurch ein Verzug der Motorteile durch Hitze verhindert und der Geräuschpegel deutlich gesenkt wird.
Der Kühlmittelumlauf wird mit einer speziellen Pumpe erzeugt, die das Gemisch vom Kühler, der normalerweise zwischen den Front-Scheinwerfern angebracht ist, zum Motor transportiert. Im Motor gelangt das Wasser durch Wasserkanäle zu den erhitzen Stellen und nimmt dort die Wärme auf. Anschließend fließt es wieder zurück in den Kühler, wo es durch den Fahrtwind (oder bei langsamer Fahrt durch einen elektrischen Lüfter) abgekühlt wird.
Dieser Kreislauf wird von einem Thermostat geregelt, welches sich erst öffnet, nachdem die Betriebstemperatur erreicht ist. Davor zirkuliert das Wasser nur über den Motor und die Wasserpumpe und wird nicht in den Kühler geleitet. Übersteigt die Temperatur jedoch eine gewisse Grenze, so muss zusätzlich noch die elektrische Kühlung durch einen Lüfter (s.o.) eingesetzt werden.
Gemischkühler in Kraftwerken
Bei der Kühlung von Kraftwerken sind häufig 2 Kühlkreisläufe vorhanden. Der erste Kreislauf besteht aus Wasser welches zum Beispiel durch die Verbrennung von Kohle erhitzt wird. Der entstehende Wasserdampf steigt auf und treibt ein Turbine an, die Strom produziert. Der Wasserdampf wird anschließend im Kühler abgekühlt und fließt als Wasser zurück in den Kessel.
Die Kühlung des ersten Kreislaufs erfolgt durch Wasser, das meist aus Flüssen oder Seen herangezogen wird. Ist das entnommene Wasser zu warm um es in die Gewässer zurück zu leiten, so ist es notwendig, dieses in einem Kühlturm auf die gewünschte Temperatur herabzukühlen. Hierbei wird das Wasser durch verschiedene Zirkulationskreisläufe geführt, wo es entweder verdunstet oder auf die gewünschte Temperatur abkühlt.
Gemischkühler in Computern
Innerhalb des Computer-Gehäuses entsteht mit steigender Leistung auch immer Wärme, die abgeführt werden muss. Dies geschieht normalerweise mit einem elektrischen Lüfter, allerdings gibt es auch die Möglichkeit, hierfür ein Wasserkühlsystem einzusetzen.
Das Wasserkühlsystem funktioniert wie das eines Autos, nur dass der Wasserkreislauf hier den Prozessor umgibt und die Kühlung nicht über den Lüfter bzw. den Fahrtwind, sondern über einen Radiator erfolgt, welcher die Wärme an die Umgebung abgibt. Als Kühlgemisch dient destilliertes Wasser.